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24RECHNERRechnen. Verstehen. Entscheiden.
Steuern & Abgaben

Brutto-Netto berechnen

Die Lohnsteuer rechnen wir nicht nach, sondern nach dem amtlichen Programmablaufplan des Bundesfinanzministeriums — dem Programm, das nach § 39b Abs. 6 EStG für jede Lohnabrechnung in Deutschland verbindlich ist. Im selben Dokument stehen zwei amtliche Prüftabellen mit 516 Sollwerten. Unsere Berechnung trifft sie alle auf den Euro genau.

Befund — dein Nettoarbeitslohn

2.333 €

von 3.500 € brutto im Monat — 33,3 % gehen ab

Steuern

406 €

Sozialabgaben

761 €

Steuerklasse

Kirchensteuer

Krankenversicherung

Steht auf deinem Beitragsbescheid. Vorbelegt ist der durchschnittliche Satz 2026 (2,9 %) — deine Kasse kann darüber oder darunter liegen.

Was abgeht

PostenSatzBetrag
Lohnsteuer− 406 €
Krankenversicherung8,75 %− 306 €
Pflegeversicherung2,40 %− 84 €
Rentenversicherung9,30 %− 326 €
Arbeitslosenversicherung1,30 %− 46 €
Nettoarbeitslohn2.333 €

Warum?

  1. Lohnsteuer nach dem Programmablaufplan des BMF · Steuerklasse I, Jahreslohnsteuer 4.866,00 € ÷ 12406 €
  2. Angesetzte Vorsorgepauschale (mindert die Lohnsteuer) · 8.463,00 € im Jahr8.463 €
  3. Solidaritätszuschlag · entfällt — die Jahreslohnsteuer liegt unter der Freigrenze0 €
  4. Lohnsteuer · 405,50 €406 €
  5. Krankenversicherung · 3.500,00 € × 8,75 %306 €
  6. Pflegeversicherung · 3.500,00 € × 2,40 %84 €
  7. Rentenversicherung · 3.500,00 € × 9,30 %326 €
  8. Arbeitslosenversicherung · 3.500,00 € × 1,30 %46 €
  9. Nettoarbeitslohn · 3.500,00 € − 405,50 € Steuern − 761,25 € Sozialabgaben2.333 €

Was dieser Rechner nicht kann

  • Gerechnet wird laufender Arbeitslohn. Einmalzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld, Boni und Abfindungen werden nach einem eigenen Verfahren besteuert und sind hier nicht enthalten — ebenso wenig geldwerte Vorteile wie ein Dienstwagen.

Brutto und Netto im Monat

Alle Zeilen sind mit denselben Annahmen gerechnet: Steuerklasse I, kinderlos und über 23, gesetzlich krankenversichert mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 %, ohne Kirchensteuer, ohne Kinderfreibeträge, nicht in Sachsen. Änderst du oben eine davon, ändern sich auch diese Zahlen — die Tabelle ist ein Anhaltspunkt, kein Bescheid.

Nettoarbeitslohn nach Bruttoarbeitslohn, Rechtsstand 2026. Annahmen: Steuerklasse I, kinderlos und über 23, gesetzlich krankenversichert mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 %, ohne Kirchensteuer, ohne Kinderfreibeträge, nicht in Sachsen.
BruttoAbzügeNetto
2.000 €523 €(26,2 %)1.477 €
2.500 €731 €(29,2 %)1.769 €
3.000 €946 €(31,5 %)2.054 €
3.500 €1.167 €(33,3 %)2.333 €
4.000 €1.395 €(34,9 %)2.606 €
5.000 €1.870 €(37,4 %)3.130 €
6.000 €2.358 €(39,3 %)3.642 €
8.000 €3.320 €(41,5 %)4.680 €

Ab 5.813 € im Monat wachsen die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung nicht weiter, ab 8.450 € auch die zur Renten- und Arbeitslosenversicherung nicht mehr. Die Lohnsteuer steigt dagegen ohne Grenze.

Was dieser Rechner nicht abbildet

Lieber eine Lücke benennen als sie verstecken. Diese Punkte fehlen bewusst — sie brauchen eigene Verfahren oder Angaben, die aus einem Gehalt nicht ableitbar sind:

  • Sonstige Bezüge wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder Boni — sie werden nach einem eigenen Verfahren besteuert (§ 39b Abs. 3 EStG), nicht wie laufender Arbeitslohn.
  • Versorgungsbezüge und der Altersentlastungsbetrag.
  • Geldwerte Vorteile wie Dienstwagen oder Jobticket.
  • Betriebliche Altersvorsorge und Entgeltumwandlung.
  • Die Kappung der Kirchensteuer (je nach Land 2,75 bis 4 % des zu versteuernden Einkommens, in Bayern keine) — sie wirkt bei der Veranlagung, nicht beim monatlichen Lohnsteuerabzug.
  • Der Beitragszuschuss des Arbeitgebers zu einer privaten Krankenversicherung.
  • Beiträge zur Künstlersozialkasse, zu berufsständischen Versorgungswerken und zur knappschaftlichen Rentenversicherung.

Häufige Fragen

Wie wird die Lohnsteuer eigentlich berechnet?
Nicht nach einer Tabelle, sondern nach einem Programm. Das Bundesfinanzministerium veröffentlicht jedes Jahr einen Programmablaufplan, der nach § 39b Absatz 6 EStG für alle Lohnabrechnungen verbindlich ist — er beschreibt Schritt für Schritt, wie aus dem Bruttolohn die Lohnsteuer wird, bis hin zu jeder einzelnen Rundung. Dieser Rechner setzt genau diesen Plan um. Im selben Dokument stehen zwei amtliche Prüftabellen mit 43 Bruttostufen für alle sechs Steuerklassen; unsere Berechnung trifft alle 516 Werte auf den Euro genau, und der Test dazu läuft bei jedem Build mit.
Warum ist mein Netto niedriger als in anderen Rechnern?
Meist liegt es am Zusatzbeitrag der Krankenkasse. Er ist kein bundeseinheitlicher Wert, sondern setzt jede Kasse selbst fest (§ 242 SGB V). Vorbelegt ist hier der durchschnittliche Satz für 2026 (2,9 %) — steht auf deinem Beitragsbescheid ein anderer, trag ihn oben ein. Der zweite häufige Grund ist der Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung für Kinderlose über 23.
Ab welchem Gehalt steigen die Sozialabgaben nicht mehr?
Es gibt zwei Grenzen, und sie liegen unterschiedlich hoch. Für die Kranken- und Pflegeversicherung endet die Beitragspflicht bei 5.813 € im Monat (69.750 € im Jahr), für die Renten- und Arbeitslosenversicherung erst bei 8.450 € im Monat (101.400 € im Jahr). Zwischen diesen beiden Grenzen wächst also nur noch ein Teil der Beiträge mit. Die Lohnsteuer kennt keine solche Grenze — sie steigt weiter.
Senken Kinderfreibeträge meine Lohnsteuer?
Nein — und das überrascht viele. Beim monatlichen Lohnsteuerabzug wirken die Kinderfreibeträge ausschließlich auf die Bemessungsgrundlage von Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer (§ 51a EStG). Die Lohnsteuer selbst bleibt gleich, weil stattdessen das Kindergeld ausgezahlt wird. Erst bei der Steuererklärung prüft das Finanzamt, was für dich günstiger ist. Ein Rechner, der Kinderfreibeträge von der Lohnsteuer abzieht, rechnet falsch — und zwar zu deinen Gunsten, was es nicht besser macht.
Lohnt sich die Steuerklassenkombination III/V?
Für die Jahressteuer macht die Steuerklasse keinen Unterschied — sie entscheidet nur, wie viel unterjährig einbehalten wird. Bei III/V trägt eine Person den Großteil der Abzüge, was zu einer Nachzahlung oder Erstattung führen kann. Das Faktorverfahren nach § 39f EStG verteilt die Last stattdessen nach dem tatsächlichen Anteil am gemeinsamen Einkommen. Dieser Rechner bildet das Faktorverfahren nicht ab; probier oben einfach die Klassen durch, um die monatliche Wirkung zu sehen.
Warum fehlt mein Weihnachtsgeld in der Rechnung?
Weil es anders besteuert wird. Einmalzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld, Boni und Abfindungen sind „sonstige Bezüge" im Sinne des § 39b Absatz 3 EStG: dafür wird die Jahreslohnsteuer einmal mit und einmal ohne die Zahlung ermittelt und die Differenz einbehalten. Das ist ein eigenes Verfahren, das dieser Rechner nicht abbildet — er rechnet laufenden Arbeitslohn.
Was ist mit dem Solidaritätszuschlag?
Er fällt erst an, wenn die Jahreslohnsteuer die Freigrenze von 20.350 Euro übersteigt (in Steuerklasse III das Doppelte). Darüber greift zunächst eine Milderungszone: der Zuschlag beträgt dann 11,9 Prozent des übersteigenden Betrags, bis er die regulären 5,5 Prozent der Lohnsteuer erreicht. Für die allermeisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bleibt er damit bei null.

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Rechtsstand & Quellen

Stand: 01.01.2026

Deine Eingaben bleiben bei dir — gerechnet wird vollständig in deinem Browser, es wird nichts an einen Server gesendet. Die Berechnung dient der Orientierung; maßgeblich ist die Abrechnung deines Arbeitgebers und der Bescheid des Finanzamts.Zur Methodik